Verschiedene Energiesparmassnahmen

Standardmassnahmen

Energiesparbereich:

Verschiedenes
Oft sind es die zahllosen kleinen Dauerläufer, die zusammengezählt auch viel Energie verbrauchen und Kosten verursachen. Elektrische Geräte können ausgeschaltet sein und sich trotzdem warm anfühlen. Wo es heizt, wird Strom verbraucht. Oft sind es Netzgeräte (Trafos), die immer unter Spannung stehen. Auch beim Autofahren lassen sich 10–20% Treibstoff einsparen mit entsprechendem Fahrstil und ohne Zeiteinbusse. Nutzen wir die heutige, effiziente Fahrzeugtechnologie!
TV (Quelle: http://www.morguefile.com/archive/display/641764)

Gästezimmer

Gästezimmer mit Zentralschalter (Masterswitch) ausrüsten z.B. kombiniert mit Türverriegelung von aussen (Macht Zimmer stromlos bei Abwesenheit). Gibt 1 Punkt für die Superiornorm von hotelleriesuisse für 3- bis 5-Stern-Betriebe.
Für Raumpflegerinnen Plan abgeben, der Auskunft gibt über Thermostatventileinstellung, Fensterlüften, Badtuchwärmer etc.

Bürogeräte

Flachbildschirme sind viel energie-effizienter als herkömmliche Monitore.
PC, Monitore, Drucker und Kopierer sollen über ‹Energy-Saver›-Funktionen verfügen.
Fast alle Bürogeräte weisen Stand-by Verluste auf. Auch ausgeschaltet bleiben deren Netzgeräte (Trafos) unter Spannung. Deshalb Geräte an ausschaltbare Steckerleisten anschliessen.

Fernseher

Die Fernsehzukunft ist flach (Bildschirme). Verbräuche im Stand-by von < 1 W und < 100 W bei Betrieb garantieren den Fernsehgenuss Ihrer Gäste mit geringem Stromverbrauch.

Haushaltgeräte

Im unübersichtlichen Gerätemarkt helfen: die Energieetikette mit Klassierung von A–G: A, A+ und A++ sind die besten.

www.topten.ch kennt die 10 besten jeder Geräteart.

Personenaufzüge / Lift

Liftschächte sollten vollständig inner- oder ausserhalb des Dämmperimeters liegen, also nicht vom unbeheizten Keller zur beheizten Etage führen.
Personenaufzüge mit geregelten Antrieben (Frequenzum-richter) versehen, brauchen ca. 25% weniger Energie. Auch ältere Aufzüge sind umrüstbar.
Hydraulische Aufzüge brauchen sehr viel mehr Energie als die üblichen (+Abwärmeproblem). Auch in engen Platzverhältnissen sind heute nichthydraulische Aufzüge installierbar.
Fahrgeschwindigkeit prüfen: Eine reduziertes Tempo wird von den Gästen kaum als unangenehm empfunden, spart aber bis zu 30% Energie ein.

Elektronische Vernetzung

Niedervolt-Bus-Verbindungen (elektronische Netzwerke) von den Gästezimmern zur Recéption ermöglichen ein bedarfskonformes Gebäudenutzungskonzept:

  • Beheizt wird, wo Gäste sind oder bald sein werden. Bei Gäste-Abwesenheit ist das Zimmer stromlos.
  • Bei offenen Fenstern wird die Heizung abgestellt.
  • Storen runter, wenn die Sonne unnötig aufheizt.

Weiterer Zusatznutzen:
Abrechnung von Internet-Zugang, Telefon- und TV-Gebühren sowie Benutzung der Minibar.

Bei bestehenden Gebäuden sind diese Möglichkeiten mittels ‹Powerline› mit dem bestehenden 230 Volt Netz auch möglich, sie sind aber kostspieliger.
Ab Planungsbeginn sind dazu alle beteiligten Unternehmer vertraglich mit einzubeziehen. Bei Renovationsarbeiten von Fluren und Zimmern ist das Verlegen von Busleitungen vorzusehen.

Dachrinnen- und Rampenheizungen

Diese benötigen Feuchte- und Temperatursensoren. Eine entsprechende Kontroll-Leuchte gibt zusätzliche Sicherheit, dass diese grossen Verbraucher nicht unnötig in Betrieb sind.

Mobilität

  • Transportservice z.B. vom Bahnhof oder zur Seilbahn anbieten. (Gibt 2 resp. 3 Punkte für die Superiornorme von hotellerie-suisse für 4-Stern- und 3-Stern-Hotels)
  • Fahrzeuge mit geringerem Gewicht und kleinerem Hubraum sind vorzuziehen.
  • Dieselfahrzeuge benötigen 20–30% weniger Treibstoff als Benziner, müssen aber mit Partikelfilter ausgerüstet sein, um umweltfreundlicher zu sein.
  • Weniger umweltbelastend als Benzin- und Dieselautos sind Erdgasautos, noch weniger belastend sind solche mit Biogas als Treibstoff.
  • Am umweltfreundlichsten ist der öffentliche Verkehr.
  • Gästeangebote: z.B. Velos, Elektrovelos und Elektrofahrzeuge.
  • EnergieSchweiz/TCS Fahrzeugliste (www.energieetikette.ch)
  • Die VCS-Auto-Umweltlisten geben Auskunft über die umweltverträglichsten Fahrzeuge. (www.vcs-ate.ch)

Effiziente Fahrweise

Die vier goldenen Regeln effizienten Fahrens:

  1. Im höchstmöglichen Gang bei tiefer Drehzahl fahren
  2. Zügig beschleunigen
  3. Früh hochschalten und erst spät herunterschalten; da-mit wird die Drehzahl im Wirkungsgradoptimum des Mo-tors gehalten.
  4. Vorausschauend und gleichmässig fahren ohne unnöti-ges Bremsen und Schalten.

Mit dem Reifendruck ans zulässige Maximum gehen und alle vier Monate kontrollieren; kein unnötiges Gepäck oder Dachträger etc. mitführen.
Effizienter Fahrstil kann in Eco-Drive-Fahrkursen oder am Simulator erlernt werden. (www.eco-drive.ch)

Weitere Infos zum Thema

Umweltbundesamt: Computer, Internet und Co | Geld sparen und Klima schützen.

Autoren

  • Alteno AG
  • Bundesamt für Energie
  • Fachhochschule Nordwestschweiz, Institut Energie am Bau
  • Ingenieurbüro Energie und Umwelt