Organisatorische Sofortmassnahmen

Sofortmassnahmen

Energiesparbereich:

Motivation und Mitarbeiterführung
Unter organisatorischen Massnahmen wird die effiziente Nutzung von Energie verstanden. Also nur soviel Energie wie nötig bereitstellen und nur dann, wenn diese wirklich gebraucht wird. Dieses Verständnis muss in die tägliche Arbeitsplanung einfliessen. Beispiel: Wann soll Bainmarie oder Tellerwärmer einge-schaltet werden, damit um 10 Uhr gekocht werden kann? Solche Massnahmen sollten deshalb in Arbeitsprogramm und Schulungen integriert werden.
Hotelbeleuchtung (Quelle: http://www.morguefile.com/archive/display/15036)

Abstellen was abgestellt werden kann

Die Massnahme ist simpel aber wirksam und günstig.
Alles abstellen was abgestellt werden kann. Sei es die künstliche Beleuchtung, die das Tageslicht konkurrenziert; die Restaurant-Lüftung, wenn niemand raucht oder Küchengeräte, die vergeblich auf Arbeit warten.

Stand-by vermeiden

Versuchen möglichst wenige Geräte im Stand-by-Betrieb zu halten. Entweder mit voller Leistung produzieren oder kalt stellen (Geschirrspüler, Grill, Salamander, Gussplattenherd, Bain Marie etc.). Für à la carte-Bestellungen auf kleine Geräte ausweichen.

Die Lüftung läuft und läuft

Die Betriebszeiten und Stufen auf das real Notwendige reduzieren. Ausprobieren ist wichtig! Damit lernt man die Grenzen der Komforteinschränkung kennen.

In der Küche dampfts

Herdplatten gestaffelt und so spät wie machbar einschalten. So wenig Wasser wie nötig aufkochen, wenn immer möglich Warmwasser benutzen, immer Deckel drauf wo’s geht und Garen unter der Siedetemperatur, damit weniger Wasser verdampft.

Stromspitzen

Die gleichzeitige Inbetriebnahme von grossen Verbrau-chern (wie Spülgerät, Waschmaschine, Tumbler etc.) vermeiden und damit die vom Elektrizitätswerk verrechnete Spitzenlast verringern (Lastmanagement).

Verbräuche festhalten

Von Strom, Heizöl, Gas und Wasser Jahres- oder Halbjahres-Verbräuche festhalten und mit dem vorhergehenden Jahr vergleichen. Informativ sind grafische Darstellungen. Grosse Abweichungen unverzüglich untersuchen.

Autoren

  • Alteno AG
  • Bundesamt für Energie
  • Fachhochschule Nordwestschweiz, Institut Energie am Bau
  • Ingenieurbüro Energie und Umwelt