Kleinkühlschränke (Minibar) in Hotels

Merkblatt

Energiesparbereich:

Kühlung/gewerbliche Kälte

Stichwörter:

Kühlung, Minibar
Kleinkühlschränke, wie man sie in Hotelzimmern antrifft, sind Energiefresser. Im Vergleich zu effizienten Haushaltkühlschränken verbrauchen Sie bei einem viel kleineren Fassungsvermögen bis zu viermal mehr Energie. In den Schweizer Hotels sind rund 55'000 Kleinkühlschränke im Einsatz, die jedes Jahr rund 24 Millionen Kilowattstunden Strom verbrauchen, soviel wie 6'000 Haushalte. 50 Prozent dieser Energie oder über 2 Millionen Franken an Stromkosten könnten durch den Einsatz der heute bereits erhältlichen energieeffizientesten Mini-Kühlschränke eingespart werden.

Problem

Der Vergleich zwischen Hotel-Minibar und Haushaltkühlschränken ist ernüchternd. Während ein effizienter Haushaltskühlschrank mit einem Volumen von 150 Litern am Tag 0,24 Kilowattstunden Strom verbraucht, liegt der Stromverbrauch eines typischen 40-Liter-Kleinkühlschranks bei 0,9 Kilowattstunden. Obwohl die Minibar nur ein Viertel des Fassungsvermögens des Haushaltkühlschranks hat, braucht sie fast viermal mehr Strom.

Empfehlungen beim Kauf

Für die in der Hotellerie eingesetzten Kleinkühlschränke gibt es noch keine Energieetikette. Dennoch sollten sich Hoteliers vor dem Kauf unbedingt über die energetischen Eigenschaften der Geräte informieren. Das vom Bundesamt für Energie publizierte Merkblatt Kleinkühlschrank gibt dazu wertvolle Tipps.

  • Um den Energieverbrauch verschiedener Geräte unterschiedlicher Hersteller zu vergleichen, sollten sich die Käufer mit dem Formular Energiedeklaration Kleinkühlschrank bestätigen lassen, dass der angegebene Verbrauchswert den Normen EN 153 bzw. EN ISO 15502 entspricht und ein entsprechendes Prüfzertifikat verlangen.
  • Verschiedene Produkte verschiedener Hersteller bezüglich Energieverbrauch vergleichen.
  • Im Vergleich zu den heute verbreiteten Stromfressern (0,9 Kilowattsunden pro Tag) spart ein sparsamer Kleinkühlschrank (0,5 Kilowattsunden pro Tag) bei ununterbrochenem Betrieb über zehn Jahre knapp 300 Franken an Stromkosten ein.
  • Ein Gerät mit geringstem notwendigem Nutzinhalt wählen.
  • Auf Features verzichten, die den Energiekonsum erhöhen (z.B. Glastüre).
  • Prüfen, ob das ausgelieferte Gerät dieselbe technische Konfiguration besitzt wie im Prüfzertifikat durch den Hersteller deklariert.

Empfehlungen beim Betrieb

  • Einbau und Standort so wählen, dass Rückwand gut belüftet und keine Stauwärme entsteht.
  • Gerät nur auf 8°C kühlen.
  • Wenn immer möglich, Gerät ausschalten (Nacht, Ferien, Nebensaison).
  • Nur mit schon kaltem Gut befüllen.
  • Nicht zu kühlende Ware (Snacks) nicht in den Kühlschrank stellen.

Weitere Informationen beim Bundesamt für Energie

Autoren

  • Bundesamt für Energie