Gebäudeautomation

Standardmassnahmen

Energiesparbereich:

Verschiedenes
Die Gebäudeautomation stellt eine kostengünstige Energieeffizienzmassnahme mit grosser Wirkung dar. Der Anwendungsbereich eines Gebäudeautomations-Systems reicht von der Beleuchtung und Beschattung bis hin zur Heizungs-, Lüftungs- und Klimaregulierung.
Gebäudeautomation Hochhaus

Unter Gebäudeautomation versteht man die zentrale Betriebsführung, Überwachung und Optimierung der Gebäudetechnik durch ein rechnerunterstütztes Gebäudeautomations-System. Solche Systeme finden auch in Hotels ihren Einsatz, wo sich gebäudetechnische Anlagen gegenseitig beeinflussen und dadurch Möglichkeiten zur Betriebs- und Energieoptimierung bieten[1].

Mit dem Einsatz von Gebäudeautomations-Systemen profitiert der Nutzer von einem effizienten Zusammenspiel der gebäudetechnischen Anlagen sowie optimalen raumtechnischen Bedingungen mit einem Minimum an Personal-/Ressourceneinsatz. Daraus resultiert ein maximaler Komfort zu minimalen Gesamtkosten bzw. die grösstmögliche Gebäudeproduktivität und Energieeffizienz. Trotz „Automatisierung“ vieler gebäudetechnischer Funktionen ist die individuelle Eingriffsmöglichkeit durch den Menschen vorrangiges Ziel moderner Gebäudeautomatisierungskonzepte.

Werden Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz nach ihren Kosten gegliedert, so stellt die Gebäudeautomation eine kostengünstige Massnahme mit grosser Wirkung und einer kurzen Payback-Zeit dar (Anhang 1).

Die beiliegende Präsentation (Anhang 2) gibt Ihnen einen Überblick über das Energieeffizienz-Potential, das mittels Gebäudeautomation ausgeschöpft werden kann. In einem Hotel besteht ein Gebäude-Automationssystem prinzipiell aus zwei Bereichen: Der Primärenergieaufbereitung (meist im Keller)sowie der Steuerung/Regelung der Raumfunktionen in den Hotelzimmern:

Primärenergieaufbereitung

Bei der Primärenergieaufbereitung bestehen anlageseitig verschiedene Ansatzpunkte für Energieeffizienzmassnahmen. Diese reichen von gut isolierten Leitungen im Heizverteiler bis hin zu Warmwasserspeichern zum Ausgleich von Bedarfsschwankungen. Regelungs- und steuerungsseitig kann beispielsweise mit dem Einsatz von Zeitschaltprogrammen für Heizung und Lüftung, Anwesenheitsmeldern oder CO2-Raumfühlern für Luftaufbereitungsanlagen Energie gespart werden.

Hotelraum Management System

Die Hotelraum-Regelung geschieht über ein Hotelraum Management System. Dieses muss den Bedürfnissen des Gastes gerecht werden, bedarfsorientiert sein (Raumklima, Licht und Strom, Sonnenschutz) sowie an das Frontoffice-System angeschlossen sein, um eine maximale Energieeffizienz ohne Einbussen beim Gästekomfort zu erzielen.

  1. Siemens Building Technologies: Einführung in die HLK- und Gebäudetechnik.
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Anhang 1: Kosteneffizienz der Massnahmen (pdf)104.19 KB
Anhang 2: Energieeffizienz im Hotel durch Gebäudeautomation (pdf)1000.21 KB

Autoren

  • Siemens