Beleuchtung und Licht

Merkblatt

Energiesparbereich:

Beleuchtung
Ideal ist das natürliche Tageslicht, möglichst ungehindert und ohne Blendwirkung hereingelassen. Reicht dieses nicht aus, so erzeugen Leuchten künstliches Licht. Eine Lampe muss nur dann leuchten, wenn sie gebraucht wird und nur dort, wo sie gebraucht wird.
Eclairage

Licht

Ideal ist das natürliche Tageslicht, möglichst ungehindert und ohne Blendwirkung hereingelassen. Reicht dieses nicht aus, so erzeugen Leuchten künstliches Licht. Dieses soll angenehm in der Empfindung aber auch kosten- und energieeffizientsein. Helle Wände, Decken und Bödenunterstützen die helle Erscheinung des Raumes indem sie das Licht stärker reflektieren.

Eine Lampe muss nur dann leuchten, wenn sie gebraucht wird und nur dort, wo sie gebraucht wird. Die Steuerung kann manuell geschehen, mit Zeitschaltuhr, mit Bewegungsmelder oder mit einer automatischen, helligkeitsabhängigen Steuerung. Mit einfacher Software kann die Lichtsituation im Raum vorab dargestellt werden.

Leuchten

Zur Verfügung stehende Leuchtmittel sind im Wesentlichen Glühlampen, Leuchtstoffröhren, Kompaktleuchtstoffröhren (Energiesparlampen), Halogen­lampen und Dioden- oder LED-Leuchten. Die besonders effektiven Metall- und Natriumdampflampen sind wegen ihrer hohen Leistung und speziellen Lichtfarbe im Allgemeinen nicht für die Anwendung im Hotelbereich geeignet, einzig für grosse Aussenbereiche in denen eine intensive Beleuchtung notwendig ist.

Die Lichtausbeute, gemessen in Lumen pro Watt (lm/W), ist ein Mass für die Effizienz der Lampe. Je höher der Wert, desto besser die Lampe.

Die Farbwiedergabe beschreibt die Eigenschaft des Lichts, das von einer Lampe ausgestrahlt wird, Körperfarben richtig und unverfälscht wiederzugeben. Hinsichtlich der Anforderungen an die Farbwiedergabequalität in verschiedenen Arbeitsbereichen gibt die DIN 5035 wertvolle Hinweise.

Energiespar­lampen

Leuchtstoff­röhren

Glühlampen

Halogen­lampen

LED-Lampen

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Lichtausbeute [Lumen/Watt]

35-85

50-100

10-15

10-20

10-100

Energietikette

A

Glühlam­penform B

steckbare A

A

alte B

 

E

Spiegelkopf F

 

D

Infrarotbeschichtet C

Hochvolt E

D

 

 

Betriebsdauer [h]

8’000-12’000

9’000-16’000

1’000

1’000-5’000

10’000-100'000

Farbwiedergabe

gut

gut-befriedigend

sehr gut

sehr gut

genügend

Einsatzgebiet

Allgem. Beleuchtung

Allgem. Beleuchtung

Kurze Einschaltd.,

< 2 h/Tag

Effekt-beleuchtung, Spot

vorläuffig Sonderan-wendungen

Dimmbarkeit

Ja, Sondermodelle

Ja, mit spez. EVG

Ja

Ja

Ja (nicht alle)

Wie viel Licht brauchen wir?

Standardnutzung gem. SIA 380-4

Nutzungsart

Helligkeit
Lux

Spez. Leistung
W/m2

Zusätzl. Akzentbel.
W/m2

Empfang

400

9

3

Restaurant

400

9

3

Küche

500

15

 

Verkehrsflächen

200

7

 

Gästezimmer

200

5

2

Toiletten

100

5

 

Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen

  • Moderne Leuchtstoffröhren werden immer schlanker(T5 à16mm) und damit immer effizienter und eleganter. Die grösste Lichtausbeute erzielt man mit Spiegelrasterleuchten.
  • Bei Ersatz einer Glühlampe durch eine Kompaktleuchtstofflampe oder Energiesparlampe beträgt die Energieeinsparung 80%. Die folgende Tabelle zeigt eine Kostenalalyse auf 8 Jahre.

Kostenvergleich

Glühlampe

Energiesparlampe

el. Leistung bei gleicher Lichtleistung

60 W

12 W

Durchschnittliche Lebensdauer

1000 h

8000 h

Betriebsstunden pro Tag

3 h

3 h

Benötigte Lampen in 8 Jahren

8

1

Energieverbrauch in 7 Jahren

460 kWh

92 kWh

Energiekosten (0.28 CHF/kWh)

128.80 CHF

25.75 CHF

Lampenkosten

8 * 1.- CHF

1 * 10.- CHF

Lampenwechsel CHF 3.-

24.- CHF

3.- CHF

Gesamtkosten

140.80 CHF

38.75 CHF

Einsparung

 

102.05 CHF (72%)

  • Um nicht enttäuscht zu werden, ist es wichtig die richtige Lichtqualität zu wählen (warmweisses Licht für glühlampenähnliches Licht)
    Jede Leuchtstofflampe hat eine Herstellerangabe der Lichtqualität durch eine Kennung. Beispielsweise:
    • 827 -> wobei 8 die Qualität der Farbwiedergabe (je höher je besser) anzeigt und 27 die Farbtemperatur (siehe folgende Tabelle)
  • 27 -> 2700 K (glühlampenähnliches Licht)
  • 30 -> 3000 K (warmweisses Licht)
  • 40 -> 4000 K (neutralweisses Licht)
  • 50 -> 5000 K (tageslichtweisses Licht)

Halogenleuchten

Halogenleuchten sind wegen der hohen Abwärme, der Blendwirkung und der kurzen Lebensdauer nicht geeignet für die Allgemeinbeleuchtung. Sie sind ideal für Akzentbeleuchtungen. Wenn sie eingesetzt werden sollten IRC-beschichtete Leuchten verwendet werden: 35 statt 50 W (25 statt 35 W) mit gleicher Lichtausbeute. Sie sind nur geringfügig teurer in der Anschaffung.

Spezelle Anwendungen

Gästezimmer

Halogen-Ständerlampen haben meist 300 oder 500 W Leistung und sind somit extreme Energieverbraucher und im Sommer Raumaufheizer. Besser sind Wandleuchten mit Kompaktleuchtsstofflampen. Diese stehen bei der Zimmerreinigung auch nicht im Wege und fallen nicht um.

Gästebad

Als Spiegeschranklampen Sparlampen einsetzen wo möglich. (Das häufige ersetzen von Glühlampen ist zu kostspielig.)

Beleuchtungsabschaltung mit Zimmerschliesssystem kombinieren.

Kühlräume

a) Licht brennt während ganzer Arbeitszeit àSparleuchten oder Leuchtstofflampen, Kontrollleuchte aussen

b) Glühlampe mit Bewegungsmelder Türen-orientiert.

Tiefkühlräume: Lösung b)

Verkehrsflächen im Gästezimmerbereich

Benötigt Lichtkonzept mit Unterscheidung Tag, Abend und Nacht.

Abend: Ständige Beleuchtung mit Leuchtsstoffröhren/Sparlampen bis 22.00 Uhr oder wie Nacht, mit 15 Min Nachlauf.

Nacht evtl. mit Minimal-Beleuchtung plus Bewegungsmelder oder Minuterie für volle Beleuchtung

Toiletten(Restaurant)

Leuchtstoffröhren/Sparlampen und Bewegungsmelder mit 15 Min Nachlauf

Tiefgaragen

Leuchtstoffröhren mit Bewegungsmelder und diese mit 15 Min Nachlauf

Restaurants/Bar

Statt um beispielsweise um 21.00 Uhr zu dimmen, Teil der Allgemeinbeleuchtung ausschalten, wie Deckenbeleuchtung zu Gunsten von Wand- und Tischbeleuchtung ausschalten

Aussenbeleuchtung

Mit Dämmerungsschalter und Zeitschaltuhr (z.B. 24.00 Uhr ‚aus’) regeln.

Tageslicht

Tageslicht künstlich nachzubilden bleibt der Technik versagt und ist zur Zeit ein nicht erreichbares Ziel. Dies gilt sowohl für die Intensität als auch für die Farbe des Lichtes. Es ist vor allem die Modulationsvielfalt, die vielfältige Lichtstimmungen erzeugt. Vom regelmässigen Wechsel von Tag und Nacht über die gleissende Sommersonne bis hin zu den langen Schatten des Winters. Diese Grundstimmungen werden überlagert von unterschiedlichen Wetterkonstellationen, Wolken, Schnee oder klarer Himmel. Es gibt also für die Wahrnehmung unserer Umwelt kein besseres Medium als Tageslicht und dessen maximale Nutzung.

Das kann erstens dadurch geschehen, dass Tageslicht möglichst ungehindert eintreten kann und im Raum durch helle Umgebungsflächen wiedergegeben und nicht von Vorhängen oder verdunkelnden Storen absorbiert wird. Zum Blendschutz, beispielsweise in Seminarräumen, können Licht lenkende Jalousien eingesetzt werden die das Licht an die Decke des Raumes reflektieren und so komfortabel nutzbar machen. In Kombination mit einer helligkeitsabhängigen Steuerung des Kunstlichtes bleibt der Raum gleichmässig hell und der Energieaufwand minimal.

Weitere Infos:

www.topten.ch

www.energie.ch

www.energiekonsens.de

S.A.F.E. Schweiz. Agentur für Energieeffizienz  www.energieeffizienz.ch

www.osram.ch

  • OSRAM light@FM : Entdecken Sie den einfachen, schnellen und bequemen Weg, Ihre Beleuchtungsanlagen effizienter und kostengünstiger zu betreiben
  • EULUMDAT : Lichttechnische Daten von OSRAM Leuchten im EULUMDAT-Format stehen Ihnen auf dieser Seite zur Verfügung

  • DIALux : Der Softwarestandard für die Beleuchtungsberechnung

Software: www.relux.biz / www.on-light.de

Autoren

  • Ingenieurbüro Energie und Umwelt