Warum soll ein Hotelier Energie sparen?

Sparpotenzial

Gemäss einer Studie in 22 Hotels (RAVEL) beträgt das durchschnittlich mögliche Sparpotential für den Stromverbrauch 38% und für den Wärmeverbrauch 25%. Das Sparpotential ist offensichtlich beträchtlich. Im sich erschwerenden Konkurrenzkampf des Gastgewerbes mit der permanenten Notwendigkeit die Betriebskosten zu senken, eröffnen sich dem Hotelier hier Chancen, die er erfolgreich umsetzen kann.

Wirtschaftlichkeit von Sparmassnahmen

Werden zur Evaluation von Energiesparmassnahmen Wirtschaftlichkeitsrechnungen vorgenommen, so müssen alle sich verändernden Faktoren einbezogen und allenfalls dazu monetarisiert werden:

  • Arbeitseffizienz-Steigerung
  • Reduzierter Verbrauch von Wasser, Waschmittel etc., weniger Anfall von Abwärme
  • Komfortsteigerung oder Klimaverbesserung für Gäste oder MitarbeiterInnen
  • Umweltentlastung und dadurch reduzierte externe Kosten sowie Gewinn der Gäste-Aufmerksamkeit und damit Kundengewinn.

Umweltmarketing

Grundsätzlich lassen sich zwei Vorteile durch gezielte Umweltkommunikation ausmachen. Einerseits lässt sich mittels Umweltmassnahmen ein Hotel gezielt am Markt positionieren. Die Kommunikation der realisierten Massnahmen im Marketing führt zu einem Zusatznutzen und kann einen Wettbewerbsvorteil ausmachen.
Andererseits lässt sich mittels gezielter Kommunikationsmassnahmen bei den Mitarbeitenden und Gästen eine Verhaltensänderung hin zu umweltbewussterem Agieren herbeiführen, die sowohl einen individuellen Nutzen für die Akteure, einen positiven finanziellen Effekt für den Hotelier durch Kosteneinparungen und einen nachhaltigen Einfluss auf die Natur haben kann.

CO2 und Klima

Für kaum einen anderen Wirtschaftsbereich ist eine intakte Umwelt eine so essentielle Voraussetzung wie für den Tourismus. Dennoch trägt er selbst zur Gefährdung und Zerstörung der natürlichen Grundlagen bei, auf die er angewiesen ist. Der Tourismus als Wachstumsbranche ist hauptverantwortlich für die immer weiter steigende Nachfrage im Personenverkehr und für die damit im Zusammenhang stehenden Umweltbelastungen. Kraftfahrzeuge und Flugzeuge, die umweltschädlichsten Verkehrsmittel, sind die am meisten verbreiteten Formen der Beförderung von Touristen. Das Schweizer Durchschnittshotel verbraucht pro Jahr rund 600 MWh Energie und emittiert dabei 93 t CO2.


Details in einem Hintergrundbericht [PDF-Datei]